Dominante Personen (D)
suchen Herausforderungen und neue und abwechslungsreiche Aufgaben,
stellen bestehenden Zustände in Frage, lösen Probleme.
Personen die vor allem dem D-Typ entsprechen,
sind durchsetzungsfähig, risikobereit, entscheidungsfreudig,
konsequent und direkt. Sie treten meist etwas autoritär auf
und übernehmen gerne das Kommando.
Initiative Personen (I)
verbreiten Begeisterung, wollen anderen helfen,
neigen auch zu Verzettelung bei der Fülle neuer Ideen.
I-Typen sind teamfähig und kommunikativ,
knüpfen gerne Kontakte und unterhalten andere Menschen. Sie
können andere mitreißen und begeistern und zeichnen sich
durch Optimismus und Vielseitigkeit aus.
Stetige Personen (S)
halten einmal akzeptierte
Arbeitsabläufe ein, konzentrieren sich auf ihre Aufgaben,
sind loyal und geduldig, suchen Ordnung und Bewährtes, klare Regelungen.
Personen des Typen S sind sympathisch,
hilfsbereit, loyal-konservativ, beständig und geduldig. Sie
entwickeln in der Regel ein spezielles Können und halten sich
gerne an einmal festgelegte Arbeitsläufe.
Gewissenhafte Personen (G)
folgen Anweisungen und Normen,
konzentrieren sich auf Details, Suchen Qualität und Genauigkeit, wollen bewährte Verfahrensweisen beibehalten,
solange die Qualitätskontrolle gesichert ist. Sicherheitsgarantien sind wichtig.
G-Personen sind qualitätsbewusst
und streben nach Perfektion. Sie hinterfragen kritisch, analysieren
und konzentrieren sich auf Fakten. Auch sie nehmen gerne einmal
definierte Arbeitsabläufe an, wenn diese qualitativ hochwertige
Ergebnisse gewährleisten.
Es wird klar, dass mit diesen verschiedenen Typen auch verschieden umgegangen werden muß. Ihre Bedürfnise und die Bereitschaft zu Änderungen ist verschieden, in der Folge auch ihre Lernbereitschaft und -geschwindigkeit.
Nun geht es aber nicht allein darum, herauszufinden, welcher Typ man ist, sondern vielmehr welche Anteile in welcher Kombination in einem vorherrschen. Damit wird das System weit komplexer, als es zu nächst den Anschein hat. Der DISG®-Test erfasst sowohl den Persönlichkeitstyp, den man z.B. im Berufsfeld nach außen zeigt, als auch den innen liegenden, nicht präsenten Teil. Das kann unter Umständen gleich oder ähnlich sein, aber in vielen Fällen unterscheiden sich diese Typen.
Von diesem Test darf man allerdings nicht allzuviel erwarten, es bleibt immer eine Selbstaussage. Eine mir gut bekannte, hochdominante Frau hat den Test gemacht. Da ihre dominaten Eigenschaften aber mit ihrem gewünschtem Selbstbild nicht zusammenpassten, hat sie alle Fragen danach anders Beantwortet. Über das Ergebnis haben sich dann alle gewundert, die sie kannten.
Eine weitere Stärke des Modells: es erklärt auch Wandlungen der Handlungsmuster einer Person unter Stress. Dann nämlich verändert sich die Reaktionsweise in Richtung "sachorientiert". So kenne ich etliche "grüne" Menschen, die unter gefühltem Stress oder Entscheidungsdruck auf "dunkelrot" durchschalten.
Das DISG Modell hat sich auch für mich als ein sehr praktisches System erwiesen. Zwei Eigenschaftsachsen mit vier Feldern, das ist gut handhabbar. Ähnliche Systeme mit nur drei Grundtypen sind nur auf den ersten Blick einfacher. Die Erfahrung zeigt, dass der vierte Type einfach fehlt für eine gute und praktische Beschreibung. Dagegen sind mir Systeme wie das Enneagramm mit neun unterschiedenen Grundtypen deutlich zu kompliziert.
Das DISG-Modell lässt sich leicht erklären, auch in einer Mittagspause im Kollegenkreis. Man kann dann leichter über bestimmte Reaktionsweisen sprechen, distanzierter, lockerer: "Das war jetzt Dein 'Rot'" usw.
Zur Stammseite.